Eurotubi Pressfitting – FAQ

Eurotubi Pressfitting - FAQ

Unter “Pressfitting-System“ versteht man die permanente Verbindung zwischen Rohren und Pressfittings, die mittels mechanischen Verpressens hergestellt wurde. Ein Pressfitting-System besteht daher aus Rohren, Pressfittings, Dichtungs-O-Ringen und – bei der Montage – aus Presswerkzeugen zur Herstellung der Verpressungen.

in Pressfitting-System gilt als zertifiziert, wenn es die Prüfungen einer Produktzertifizierungseinrichtung für eine bestimmte Anwendung positiv bestanden hat.
Eurotubi Pressfitting System erhielt die wichtigsten europäischen Zertifizierungen.
Die Zuverlässigkeit des Systems ist nur dann gewährleistet, wenn die Vorschriften des vorliegenden technischen Handbuchs beachtet werden, insbesondere:

  • die in der Zertifizierung vorgesehenen Betriebsbedingungen;
  • die allgemeinen technischen Nutzungsbedingungen;
  • die Installationsanleitung.

Eurotubi Pressfitting System kann in Abhängigkeit des Materials für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden:

  • Edelstahl wird vor allem bei Trinkwasser- und Gasverteilungsanlagen verwendet.
  • C-Stahl wird vor allem bei Heizanlagen mit Warmwasserkreislauf verwendet.
  • Kupfer-Nickel-Legierung wird vor allem in der Schifffahrtsbranche für den Transport von Salzwasser verwendet.

Die zunehmende Verbreitung dieses Verbindungssystems führte zur Verwendung von Eurotubi Pressfitting-System in zahlreichen Industrieanwendungen (siehe technischen Handbuch Kapitel 5, 6 und 7).

Die Planung und die Installation der Anlagen müssen gemäß den örtlichen Gesetzen, den zurzeit empfohlenen Bestimmungen sowie den Vorschriften in diesem technischen Handbuch durchgeführt werden. In Europa werden viele Bestimmungen eines Landes (zum Beispiel Deutschland) auch in anderen Ländern als gültig und ausreichend erachtet. Es ist daher Aufgabe des Planers und/oder des Installateurs, sich zu vergewissern, dass die in diesem Handbuch enthaltenen Bestimmungen den geltenden lokalen Gesetzen entsprechen.

Normalerweise sollten die Rohre nicht gebogen werden. Ein variabler Verlauf sollte vielmehr durch eine entsprechende Wahl der Pressfittings hergestellt werden. Im Bedarfsfall ist es jedoch möglich, Krümmungen durchzuführen, sofern die Regel befolgt wird, die den Mindest-Kurvenradius (3,5-facher Durchmesser des Rohrs) festlegt. Bei Edelstahl gilt dies nur dann, wenn das Material löslich ist.

Zurzeit gibt es keine direkten Haltbarkeitsprüfungen der Dichtungen, sondern nur indirekte Prüfungen. Die an den Pressfittings von Eurotubi montierten Dichtungen haben alle wichtigen Kriterien der Labortests gemäß den geltenden Bestimmungen bestanden. Diese wurden absichtlich unter extremen Bedingungen durchgeführt, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

Nein, keinesfalls. Dies führt zum Verfall der Garantie für die gesamte Anlage, der Zertifizierung und der Zulassung.

Die Definition “geschlossener Kreislauf” trifft auf eine Anlage zu, die vollkommen frei von Luft ist. Alle Anlagen, die nicht in diese Kategorie fallen, gelten als “offene Kreisläufe”.

Feuchte Sprinkler-Systeme sind häufiger und zuverlässiger. Der Terminus “feucht“ weist darauf hin, dass die Leitungen mit unter Druck stehendem Wasser gefüllt sind. Wenn ein Sprinkler über einen ausreichenden Zeitraum einer Temperatur ausgesetzt ist, die höher als die Betriebstemperatur ist, schlägt der Temperaturfühler an, was dazu führt, dass in den Brandbereichen unverzüglich Wasser aus dem Sprinkler austritt.

Der Terminus “trocken” weist darauf hin, dass die Leitungen nicht mit Wasser, sondern mit Druckluft gefüllt sind. Trockene Sprinkler-Systeme werden an Orten installiert, an denen die Temperatur so niedrig sein könnte, dass Wasser in einem feuchten System gefrieren und somit unbrauchbar sein könnte. Trockene Systeme werden daher häufig in Gebäuden ohne Heizung verwendet. Ein entsprechendes Steuerventil mit dem Namen “Trockenventil“ wird an einem beheizten Ort angebracht und verhindert den Eintritt von Wasser, bis ein Brand die Aktivierung der Sprinkler auslöst. Durch die Öffnung der Sprinkler tritt die Luft aus und der Druck in den Leitungen nimmt ab, wodurch das Trockenventil geöffnet wird. Erst in diesem Moment tritt das Wasser in die Leitungen ein und wird über die geöffneten Sprinkler abgegeben.

Sowohl innen als auch außen verzinkte C-Stahlrohre von Eurotubi sind gemäß VdS zertifiziert und werden bei Sprinkler-Brandschutzanlagen verwendet, da diese von der Richtlinie VdS – CEA 4001 ausdrücklich vorgeschrieben werden. Bei der Verwendung dieser Rohre bei anderen Anwendungen muss eine sorgfältige Bewertung durchgeführt werden – auch hinsichtlich der geltenden Gesetze, die von Land zu Land unterschiedlich sein können.

Nur außen verzinkte Verbindungsrohre aus C-Stahl werden bei allen anderen Anwendungen eingesetzt. Eurotubi bietet Rohre an, die außen sowohl warm- als auch galvanisch verzinkt sind. Die Wahl hängt von den Eigenschaften der Korrosionsfestigkeit ab, die bei der Anlage erforderlich sind (höher bei warmverzinkten Rohren).

Die Anlagen Eurotubi Pressfitting können in ihrem Inneren Frostschutzmittel enthalten (Ethylenglycol), sofern diese eine gute Qualität aufweisen. Aufgrund einer Vielzahl von auf dem Markt erhältlichen Frostschutzmitteln von minderer Qualität, wird dringend empfohlen, die Eigenschaften des Produkts vor dessen Einsatz zu prüfen, um mögliche schwere Schäden zu vermeiden.

Diese Frostschutzmittel können eine Konzentration von höchstens 50 % aufweisen. Sie können jedoch nicht in innen verzinkten Rohre aus C-Stahl verwendet werden (wie bei Sprinkler-Brandschutzanlagen), da dies zum Ablösen des Zinks und in weiterer Folge zu einer möglichen Verstopfung der Installation führt. Nur außen verzinkte Rohre aus C-Stahl können hingegen auch mit Glycolen verwendet werden.

Die Tatsache, dass Pressfittings aus C-Stahl innen verzinkt sind, stellt kein Problem dar, da deren prozentuelles Gewicht in einer Anlage vernachlässigbar ist.

Bei Sonderanwendungen muss unbedingt der technische Kundendienst von Eurotubi Europa kontaktiert werden.

Bei so genannten “gemischten“ Installationen können durchaus rostfreier Stahl und C-Stahl verwendet werden, die in Kontakt mit anderen nicht eisenhaltigen Metallen stehen, während der direkte Kontakt zwischen ihnen vermieden werden sollte, um eine bimetallische Korrosion zu vermeiden. Dieses Thema ist unter technischen Handbuch den Punkten 10.1 und 10.3 detailliert beschrieben.

Die Korrosionsfestigkeit von Edelstahl ist dank der hohen Leistungen des Materials hervorragend. Eine lokale durchdringende Korrosion kann nur in einem äußerst aggressiven Umfeld auftreten und ist sehr ungewöhnlich. Dieses Thema ist unter technischen Handbuch Punkt 10.1 detailliert beschrieben.

Hinsichtlich Trinkwasseranlagen sind keine zusätzlichen Vorschriften zu beachten. In Extremfällen, wie etwa bei hohen Chlor– oder Salzkonzentrationen, in Meeresumgebung oder bei hohen Temperaturen, kann es jedoch zu einem normalen Verfall von Edelstahl kommen. Dies ist allgemein gültig und nicht auf einen bestimmten Pressfittingstyp beschränkt.

Ja, denn eine Korrosion hängt von der Tiefe und der Breite des Schnitts sowie vom Material ab, das sie verursacht hat. Der schlimmste Fall ist eine Ablagerung von eisenhaltigem Material innerhalb des Schnitts..

Es müssen eine Sichtprüfung der Anlage und eine Dichtigkeitsprüfung gemäß den Anweisungen unter technischen Handbuch in Punkt 11.1 oder gemäß den örtlichen Gesetzen durchgeführt werden, sofern diese restriktiver sind.

Bei Solaranlagen wird die Verwendung des Pressfitting-Systems aus Edelstahl empfohlen, da dieses eine höhere Korrosionsfestigkeit und ein qualitativ hochwertigeres Material aufweist.

Die Verwendung des Pressfitting-Systems aus C-Stahl ist durchaus möglich, erfordert jedoch eine perfekte Wärmedämmung, um das Risiko einer Korrosion zu vermeiden, und darf nur bei Anlagen mit geschlossenem Kreislauf ohne Luft oder Dampf verwendet werden. Verbindungsrohre aus C-Stahl dürfen innen nicht verzinkt sein.

Hinsichtlich der O-Ringe können zwei Lösungen in Erwägung gezogen werden:

  • schwarzer O-Ring aus EPDM, resistent gegenüber eine kontinuierlichen Höchsttemperatur von 120 °C und höher bei kürzeren Zeiträumen; verträgt Dampf
  • grüner O-Ring aus FPM, resistent gegenüber einer kontinuierlichen Höchsttemperatur von 180 °C; verträgt keinen Dampf.

Beide Dichtungen sind mit klassischen Frost- und Kochschutzmitteln kompatibel.

Druckluftanlagen umfassen eine Vielzahl an Anwendungen. Als allgemeiner Tipp empfiehlt sich die Auswahl des Materials anhand einer sorgfältigen Analyse der Anforderungen für die jeweilige Art der Installation.

In Druckluftanlagen ist für gewöhnlich Öl enthalten, weshalb je nach Reinheitsanforderungen ein Öltrockner oder eine Ölzentrifuge vorhanden sein sollte. Wenn die Menge des Restöls beträchtlich ist (≥ 5 mg/m3), wird empfohlen, den O-Ring aus schwarzem EPDM durch jenen aus rotem FPM zu ersetzen (besser bekannt als “Viton“), der eine gute Resistenz gegenüber Mineralölen und -fetten, synthetischen Ölen und Fetten sowie Gasöl aufweist.

Bei diesen Anlagen kann das Pressfitting-System von Eurotubi sowohl mit Edelstahl als auch mit Kohlenstoffstahl verwendet werden. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass der Betriebsdruck und die Betriebstemperatur zwei grundlegende Elemente bei der Auswahl des Materials darstellen. Es ist zu berücksichtigen, dass der höchstzulässige Betriebsdruck 16 bar beträgt.

Bei Anlagen aus C-Stahl kann Feuchtigkeit eine Korrosion verursachen, weshalb die Installation eines Trockners vorgeschrieben ist.

Außerdem müssen die O-Ringe mit Wasser angefeuchtet werden, bevor die Anschlüsse montiert werden.

Keiner, es handelt ich sich nur um die englische und deutsche Bezeichnung.

Eine Anlage, die unter rigoroser Beachtung der im technischen Handbuch enthaltenen Anweisungen mit Eurotubi-Pressfittings, zertifizierten Verbindungsrohren und den richtigen Presswerkzeugen hergestellt wurde, weist eine Haltbarkeit von mindestens 20 Jahren auf. Diese Angabe stellt jedoch keine gesetzliche Garantie dar.

Hinsichtlich der Verkäufergarantie halten sich unser Unternehmen und unsere Produkte rigoros an die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften.

Die beiden Profile unterscheiden sich in der Form, aber in Bezug auf die Leistung gibt es keinen Unterschied. Beide müssen die gleichen Funktionsprinzipien erfüllen und den gleichen Regelungen und Vorschriften entsprechen. Sie weisen keine Unterschiede in der Funktionalität auf. Es gibt Pressköpfe ausschließlich für das “M” -Profil, andere nur für das “V” -Profil. Das „M“ -Profil ist zuerst entstanden, erst später kam das „V“ -Profil hinzu.

Die Wahl ob M-Profil oder V-Profil wird frei vom Installateur entschieden, sie ist gewohnheitsbedingt und abhängig von der Verfügbarkeit der Presswerkzeuge des ein oder anderen Typs.Gleichwohl verfügt die M-Profil-Reihe des Eurotubi Pressfitting Systems derzeit über eine größere Anzahl von Zertifizierungen als die jüngere V-Profil-Reihe, für die in naher Zukunft einige Zertifizierungen erlangt werden oder geplant sind.

Um mehr über das Thema zu erfahren: Pressfitting-Verbindungsstück: „M“- oder „V“-Profil